Die für Heiz- und Kühlstrahldecken vorzusehende Regelung muß nicht nur die Raumtemperatur sondern auch die Raumluftfeuchtigkeit erfassen. Trotzdem kann der Aufwand an die Regelungstechnik klein gehalten werden, da die kritischen Verhältnisse, bei denen die Regelung zur Sicherheit des Systems eingreifen muß, nur selten im Betrieb eintreten.
Selbstregelung
Da Klimadecken überwiegend über den Strahlungsaustausch zwischen Decke und Wärmequellen im Raum funktionieren, besitzen sie einen Selbstregeleffekt. Darunter versteht man, daß mit wachsendem Klimatisierungsbedarf die Leistung automatisch zunimmt, da die Temperaturdifferenz steigt. So setzen z. B. bei Kühldecken Wärmequellen im Raum den Wärmestrom von der Quelle zur Decke in Gang. Die Leistung wird also um so größer, je größer die Lasten sind.
Einzelraumregelung
Die Raumtemperaturregelung wird meist über einen Raumthermostaten erfaßt, der in Brusthöhe an einer von der Sonne nicht direkt beschienenen Stelle montiert wird. Dieser schaltet im Kühlbetrieb bei Unterschreiten und im Heizbetrieb bei Überschreiten der eingestellten Temperatur ein Stellventil, das den Wasserstrom unterbricht.
Zunehmend Verwendung finden komplexere Regelungen, die im Rahmen einer Gebäudeleittechnik (GLT) über Bussysteme Einfluß auf die Einzelraumregelung nehmen. Diese Verfahren erfordern eine zentrale Programmierung, da sie zahlreiche Einflußgrößen berücksichtigen. Die Stellgrößen sind jedoch identisch mit der einer einfacheren Regelung. |
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Leitersysteme
Bei einfachen Kühl- oder Heizstrahldecken werden Vor- und Rücklauf an zwei Versorgungsleitungen angeschlossen. Kombinierten Kühl- und Heizstrahldecken stehen mehrere Systeme der Medienversorgung zur Auswahl:
- 2-Leiter-System
- 3-Leiter-System
- 4-Leiter-System
Taupunktüberwachung
Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Daher kommt es zu Kondenswasserbildung, wenn durch Abnahme der Lufttemperatur das Aufnahmevermögen an Wasser herabgesetzt wird. Das überschüssige Wasser wird dann an kalten Oberflächen abgeschieden.
Bei einer Kühldecke tritt eine Betauung auf, wenn die Oberflächentemperatur der Decke unter der Taupunkttemperatur der Raumluft liegt. Dies ist bei hohen Luftfeuchtigkeiten und großen Temperaturunterschieden zwischen Luft und Decke der Fall.
Durch eine Versorgung mit konditionierter Zuluft, wird das Kondenswasserproblem in der Regel vermieden, da nach der Büroarbeitsplatzverordnung Luftfeuchten über 65% nicht gestattet und extreme Temperaturunterschiede zwischen Decke und Raumtemperatur in der Praxis weder notwendig noch behaglich sind. Um eine Betauung der Decke jedoch in jedem Fall zu verhindern, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten:
- Kontaktwächter
- Taupunktmelder
- Temperaturregelung
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